Künstliche Intelligenz hilft bei der Bestimmung

„Die App ‚Flora Incognita‘ setzt erstmals in Deutschland auf breiter Ebene Künstliche Intelligenz für die Pflanzenbestimmung ein“, schreibt das Bundesamt für Naturschutz (BfN) auf seiner Homepage. „Zum Einsatz kommen dabei Verfahren zur Bildverarbeitung und Mustererkennung, die auch zur automatisierten Gesichtserkennung genutzt werden. Anhand der App wird Pflanzenwissen für Menschen jeden Alters mit und ohne botanische Vorkenntnisse verfügbar. So ist es für jeden und jede möglich, mit Fotos von Blüte und Blatt die Pflanze zu bestimmen und vielfältige Informationen zu der Art zu erhalten. Darüber hinaus lassen sich die Daten für flächendeckende floristische Kartierungen und Monitoring nutzen.“

Die vollständige Mitteilung können Sie hier nachlesen. Die App gibt es hier.

Ein Mitglied der NFG, das schon Erfahrungen mit einer anderen Bestimmungs-App gesammelt hat, hat die neue App Flora incognita bereits ausprobiert und sagt dazu: „Ich finde diese App sehr gut. Großer Vorteil gegenüber der anderen App ist, dass man Pflanzen anhand von mehreren Merkmalen bestimmen kann und so näherungsweise an sein Ziel kommt.“

Neue Insektenburg angelegt

Besucher des Geländes Hof Schmetkamp werden die Veränderung sicher bemerkt haben. Seit einigen Tagen bietet eine sogenannte „Insektenburg“ ein neues Zuhause für Insekten unterschiedlichster Art. Angelegt wurde sie von Michael Fritsche und Rolf Löckmann.

Der Insektenschwund hat in den vergangenen Wochen und Monaten zu einer breiten öffentlichen Diskussion geführt. Eine neue Studie der Technischen Universität München (TUM) lieferte jüngst weitere Belege des dramatischen Rückgangs der Insekten. So heißt es in der Pressemitteilung der TUM: „Insektenrückgang weitreichender als vermutet. Auf vielen Flächen tummeln sich heute etwa ein Drittel weniger Insektenarten als noch vor einem Jahrzehnt. Dies geht aus einer Untersuchung eines von der TUM angeführten internationalen Forschungsteams hervor. Vom Artenschwund betroffen sind vor allem Wiesen, die sich in einer stark landwirtschaftlich genutzten Umgebung befinden – aber auch Wald- und Schutzgebiete.“ Die Pressemitteilung finden Sie hier.

Eine Anleitung zum Bau einer Insektenburg hat die BUND-Gruppe im Herzogtum Lauenburg veröffentlicht, die hier heruntergeladen werden kann.

Baum des Jahres

Am Wegesrand von Hof Schmetkamp in Richtung Waldmutter befindet sich eine Baumreihe mit Bäumen, die von der „Dr. Silvius Wodarz Stiftung“  als „Baum des Jahres“ ausgerufen worden sind.

Seit 2008 pflanzt Josef Wüller jeweils ein Exemplar davon. Kleine Schilder weisen auf den Namen des entsprechenden Baumes hin. Für diese Initiative bedankt sich der Vorstand der NFG sehr herzlich.

Bisher sind gepflanzt worden:
2008 Walnuss
2009 Berg-Ahorn
2010 Vogel-Kirsche
2011 Elsbeere
2012 Europäische Lärche
2013 Wild-Apfel
2014 Trauben-Eiche
2015 Feld-Ahorn
2016 Winter-Linde
2017 Fichte (jedoch eine Tanne gepflanzt)
2018 Esskastanie
2019 Flatterulme (noch nicht gepflanzt werden)

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage „Baum des Jahres Stiftung“.

Artensteckbriefe zu den Bäumen  gibt es auch auf derHomepage „FloraWeb – Daten und Informationen zu Wildpflanzen und zur Vegetation Deutschlands“. Hier finden sich auch Verbreitungskarten.

Update am 24.10.2019:

Als Baum des Jahres 2020 ist heute die Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia) bestimmt worden. Mehr dazu hier.

 

Reger Besuch des Apfelfestes

Der Vorstand der NFG hat  sich über die vielen Akteure und Besucher des Apfelfestes am vergangenen Samstag sehr gefreut. Mitgewirkt haben u. a. die Johannesbrüder und das DRK, die Kaffee und Kuchen anboten und den Erlös daraus der NFG stifteten, die Landfrauen, der Heimatverein, die Initiatoren der Wald-Kita, Imker Kromm, Bernhard Hartmann (Nistkästen etc. aus Holz), die Rollende Waldschule Siefers, die ASB-Hundestaffel, die Montessori Gesamtschule, die über ihren Schulgarten („Ackerdemie“) informierte, die Sendenhorster Stadtverwaltung mit den Themen Klimamanagement und Fairtrade sowie der Eine Weltladen aus Ahlen.

Rechtzeitig zum Fest konnte auch an der Obstbaumallee  das Plakat ausgehängt werden, auf dem alle 57 Namen der Obstbäume entsprechend der Markierung auf den Bäumen aufgelistet sind. Für die Apfelsorten sind zusätzlich Angaben zur Pflückreife, Lagerfähigkeit, Verwendung und Geschmack vermerkt. Die Daten hat der Nabu zur Verfügung gestellt. Weitere Markierungen der Obstbäume auf dem Hof Schmetkamp werden folgen. Das Foto zeigt Sabrina Thülig, die das Plakat gestaltet hat.

Wer sich mit der Obstbaumkunde (Pomologie) vertraut machen möchte, findet in dem Artikel Pomologie in der Wikipedia erste Hinweise sowie u. a. die folgenden Verweise:

Interessant in diesem Zusammenhang auch:

Digitalisierte historische Gartenliteratur
Diese Linksammlung, präsentiert von der Deutschen Gartenbaubibliothek e.V., wird von der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Berlin aktualisiert.

Aus: Johann Baptist Lexa von Aehrenthal: Deutschlands Kernobstsorten, dargestellt in Abbildungen nach der Natur, 1833, Band 1, Tafel 14.

Neue junge Mitglieder

Der Vorstand freut sich sehr darüber, dass zwei Jugendliche sich entschieden haben, Mitglied in der Naturfördergesellschaft zu werden. In Zukunft sollen gezielt junge Sendenhorster/innen für eine Mitgliedschaft gewonnen werden. In der letzten Mitgliederversammlung ist beschlossen worden, den regulären Jahresbeitrag von 30 € fürJugendliche auf 10 € zu senken.

(Siehe auch Beitrag vom 9.6.19)