Unser Start der Bachpatenschaft

Ein kurzer Bericht von Bernd Goroncy und Rita Keweloh.

Bachpatenschaften werden im Rahmen des neuen „Vital.NRW“-Projekts Bachpatenschaften in der 8Plus-Region im Kreis Warendorf – betreut durch die Nabu-Naturschutzstation – vergeben. (Siehe auch: Artikel in den WN vom 05.12.2019)

Ende 2019 sind wir mit der Bachpatenschaft für einen Abschnitt der Angel gestartet. Zunächst einmal sind wir in regelmäßigen Abständen an deren Ufer entlang gegangen, um uns einen Überblick über unser „Projekt“ zu verschaffen. Das von uns betreute Teilstück ist zum Teil im Uferbereich mit Bäumen und Sträuchern bewachsen (Bild 1 und Bild 2), jedoch auch zu einem großen Teil eher unscheinbar nur mit Gräsern eingefasst (Bild 3).  Es startet an der Angelbrücke auf der L851 (Hoetmarer Str.) und endet ca. 2 km flussaufwärts an der Ecke des Waldes (Bild 1).

Im Frühjahr 2020 wurde uns für einige Zeit vom Nabu ein Koffer überlassen. In diesem befinden sich Utensilien, mit denen wir zum Beispiel Wasserproben durchgeführt haben. Unter anderem haben wir folgende Werte bestimmt: Nitrit-, Phosphat-, Ammonium- und Nitratwerte, sowie den pH-Wert des Wassers und dessen Härtegrad. Die Proben haben wir an drei verschiedenen Standorten genommen. Große Abweichungen konnten wir nicht feststellen. Alles in Allem ist die Wasserqualität der Angel „im grünen Bereich“. Hinweise auf die Überschreitung von Grenzwerten konnten wir nicht feststellen.

DatumStandortHärtegradNitritPhosphatNitratAmmonium
29.02.2020Mündung Graben vom Klärbecken18°0,05mg/l0,25mg/l20mg/l0mg/l
14.03.2020Hochsitz17°0,05mg/l0mg/l17mg/l0,3mg/l
21.03.2020Hof Rinkhoff17°0,1mg/l0mg/l10mg/l0,1mg/l

Die gemessene Wassertemperatur lag an allen drei Tagen bei 6°C, der gemessene pH-Wert lag um 7,5. Farbe und Geruch waren unauffällig.

Im Mai dann ein erster Blick auf wirbellose Kleinlebewesen in der Angel, zumindest die, die man ohne Mikroskop bestimmen kann. Eine größere Anzahl von Bach- und einigen Flussflohkrebsen sowie das Vorkommen der gebänderten Prachtlibelle (und auch deren Larven) bestätigte die gute Wasserqualität aus den Wasserproben.

Beim Keschern

Für die Libellen ist das dauerhaft bewachsene Ufer und für die Larven pflanzenreiche Bäche mit sandigem Untergrund ein guter Lebensraum. Die Bachflohkrebse ernähren sich hauptsächlich von Laub und Pflanzenresten, die ins Wasser fallen, was mit dem Standort unserer Untersuchung in der Mitte von Bild1 zusammenpasst.

Welche Wassertiere an Stellen mit weniger bewachsenen Ufer zu finden sind, werden wir dann bei unserem nächsten „Angeltermin“ bestimmen.

Mehr zu den Prolekten des Programms „8Plus- VITAL.NRW im Kreis Warendorf“ hier.

Für größere Darstellung der Angelabschnitte die Bilder anklicken.

Karten: